SpitzenART

Sonderausstellung im Haus fränkischer Geschichte, 3. OG, vom 24.09. - 05.11.2017 Zwölf Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Bereichen zeigen in der Ausstellung SpitzenART ihre Verbindungen zur (Klöppel-) Spitze.

SpitzenART!  vom 24. September bis 5. November 2017

neu/sicht Zeitgenössische Kunst im Dialog mit Spitze

Vernissage am Klöppelfest: 24. September 2017, 11 Uhr

Einführung in die Ausstellung: Kerstin Bienert, Museumsleiterin

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler: Erika Goldbrich, Peter Helmstetter, Peter Kampehl, Rainer Kradisch, Barbara Regus, Michaela Schwarzmann, Karla Volpert, Almut Wille, Susanne Winter, Annette Zey, Martina Ziegenthaler, Anika Döring

 

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SpitzenART! – neu/sicht

„Die Verbindung von freier und angewandter Kunst eröffnet neue, spannende Sichtweisen auf alte Techniken“, Hanns Herpich

Alle zwei Jahre öffnet sich das Klöppelmuseum Abenberg so für neue Sichtweisen auf das traditionelle Kunsthandwerk. Nach den erfolgreichen Ausstellungen 2013 und 2015 sind Sie in diesem Jahr bereits zum dritten Mal eingeladen Spitze neu zu sehen.

neu/sicht – neue Sicht auf die Faszination Spitze

So entsteht ein Dialog, ein kommunikativer Prozess zwischen der Kunst und dem Kunsthandwerk, aber auch zwischen den Kunstwerken und den Betrachtern.

Mein besonderer Dank gilt den Prof. Michael Barta und Prof. Martina Ziegenthaler von der Hochschule Hof, Fachbereich Textildesign, Campus Münchberg für die Unterstützung, sowie den an der Ausstellung beteiligten Absolventinnen der Hochschule und allen Künstlerinnen und Künstlern.

Ich freue mich auf Ihren Besuch in der SpitzenART und beim 7. Abenberger Klöppelfest,

Ihre Kerstin Bienert, Museumsleiterin

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Erika Goldbrich,  Malerei
Die Besonderheit der Klöppelspitze sehe ich in dem Wechsel feinster Linien und geschlossenen Formen – oft ornamental gefügt oder in freier Verbindung. In meiner Malerei suche ich genau diese Spannung herzustellen und auszugleichen: einerseits lineare Zeichnung – andererseits Flächen, durch Farbe verbunden.

Peter Helmstetter, Holzobjekte mit „Spitzen“
Durch die verwendete Technik des Holzbrechens entstehen „Spitzen“. Die Arbeiten aus gebrochenem Holz haben nicht nur an ihrer Oberfläche „Spitzen“, sie lassen auch tief in das Material hineinschauen. Ähnlich wie bei Klöppelspitze sind geometrische Formen und das Spiel mit Umhüllen und Durchscheinen Bestandteil der Arbeiten.

Peter Kampehl, Strukturen
Mich interessieren Strukturen und Vernetzungen, Verflechtungen und Verdichtungen. Netz- und Gitterstrukturen, die aus kleinsten Quadraten, Dreiecken und den immer wiederkehrenden Punkten und Linien konstruiert sind. Das Zeichnen ist für mich ein rhythmisches Geschehen. Die Verbindung zum Textilen liegt nahe. Es ist eine Sichtweise unter vielen – nicht bewusst.

Rainer Kradisch, Fotografie
Grober Zaundraht, willkürlich gebogen und im Schnee am Wegrand zufällig entdeckt, erscheint wie das vereinfacht skizzierte profane Abbild oder wie ein entfernter Verwandter zum feinen und nach strengem Muster verarbeiteten Leinen- und Metallfaden einer Klöppelspitze.

Barbara Regus, textile Techniken
Die besondere Faszination sehe ich darin, die textilen Techniken „Sticken“ und „Druck“ nicht als ornamentale Applikation zu verwenden, sondern eine Verschmelzung des Textils mit der Musterung zu erzielen. So lösen sich die Konturen der unterschiedlichen Techniken auf. Es entstehen textile Module, die in ihrem anmutenden Charakter an leichte Spitzen erinnern.

Michaela Schwarzmann, Papier und Zeichnung
Mein Medium ist in erster Linie Papier. Es entspricht der Leichtigkeit und Transparenz, die ich bei meiner Arbeit erzielen will. Die Körper wirken schwerelos und fragil, an feinen Fäden aufgehängt schwebt die Form im Raum und bezieht diesen mit ein. Das Papier ist leicht durchscheinend, das Gegenlicht flutet den Körper und füllt ihn mit Volumen.

Karla Volpert, freie Klöppelarbeiten
Ausgehend von der traditionellen Technik des Klöppelns kombiniere ich gerne „klassische“ Garne mit unkonventionellem Material wie Papier, Plastik oder Draht, um die technischen Möglichkeiten dieser alten Handarbeit auszuloten und so zu dreidimensionalen Spitzenobjekten mit zeitgemäßer Ausstrahlung zu gelangen.

Almut Wille, Flächengestaltung
In meiner Arbeit "3Dliniert" verwandle ich die einfache grafische Fläche in eine dreidimensionale Fläche, die in unterschiedlichen Bereichen Verwendung findet. Was meine Arbeit mit der Spitze verbindet, ist die Leichtigkeit des Materials und die Feinheit der Linie.

Susanne Winter, Fadenzeichnungen
Im Gegensatz zur geordneten und zielgerichteten Verschlingung von Fäden bei der Anfertigung einer Spitze bearbeitet mein Faden das Papier, lässt räumliche Formen halb zufällig entstehen und nähert sich im Ergebnis auf abstrakte Weise wieder der Spitze an.

Annette Zey, Schalen
Schalen aus Modulen entwickelt. Immer gleiche Bausteine werden zu einem lockeren, ornamentierenden Gewebe zusammengefügt. Überschneidungen, Durchbrüche, scheinbare Leichtigkeit ist das prägende Gestaltungsmoment und erinnert so an die Beschaffenheit von Spitze.

Martina Ziegenthaler, Zeichnungen „Quasten“
Auf Darstellungen textiler Erzeugnisse in historischen Büchern ist auffällig, wie trotz strenger stilistischer Vorgaben, im Zusammenspiel von Material und Handarbeit, eine Zufälligkeit entsteht, die jedes Stück zu einem Unikat macht.

Anika Döring, 3-DIMENSIONALE Papierstrukturen
Von sanfter, schwereloser Anmutung wie zarte Spitze entstehen in filigraner Handarbeit diese exklusiven Unikate. Wandelbare Papiere und Handstickereien verbinden sich zu hochwertigen Dekorvorlagen für die Raum- und Wandgestaltung bis zu modischen Applikationen.



©Zweckverband Burg Abenberg 2017
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